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The Continuity Compact Ein Rahmenwerk aus vier Prinzipien für die Vermögensübertragung über mehrere Generationen, bestehend aus Govern (Entscheidungsrechte und Strukturen der Familien-Governance festlegen), Communicate (einen bewussten Dialog zwischen den Generationen ermöglichen), Prepare (Fähigkeiten und Reife der nachrückenden Generation entwickeln) und Endure (stabile Beziehungen treuhänderischer Obhut aufbauen, die Marktzyklen und Generationenwechsel überdauern). Das Rahmenwerk antwortet auf eine belegte Realität: Eine gelungene Übertragung von Familienvermögen hängt ebenso sehr von einer soliden rechtlichen und steuerlichen Planung ab wie von einer bewussten Kommunikation und einer gemeinsamen Ausrichtung über die Generationenkohorten hinweg. Banquier Privé / Private Banker Eine schweizerische Rechtsbezeichnung für einen Teilhaber oder geschäftsführenden Direktor einer als Personengesellschaft geführten Privatbank, der unbeschränkt und persönlich für die Verpflichtungen des Hauses haftet und die Kundenbeziehungen persönlich führt. Nach dem schweizerischen Bankengesetz begründet das Vorhandensein eines oder mehrerer unbeschränkt haftender Teilhaber den Rechtsstatus des Privatbankiers, ein Zeichen persönlichen treuhänderischen Engagements und institutioneller Stabilität über Generationen hinweg. Société en Commandite par Actions (SCmA) Eine schweizerische Rechtsform nach Artikel 764 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts, bei der ein oder mehrere unbeschränkt haftende Gesellschafter persönlich und unbegrenzt für die Schulden des Hauses einstehen, während die investierenden Aktionäre nur beschränkt haften. Diese Struktur verbindet die Rechenschaft einer Personengesellschaft mit der Flexibilität der Kapitalbeschaffung einer Aktiengesellschaft und bleibt in der Schweiz verhältnismässig selten. Bordier & Cie wandelte sich am 30. Juni 2020 in eine SCmA um und bewahrte dabei die unbeschränkte Haftung der Teilhaber als bewusste Governance-Entscheidung zugunsten der Kontinuität. Familiencharta (oder Familienverfassung) Eine formelle schriftliche Darstellung der Werte einer Familie, ihres Auftrags, ihrer Governance-Grundsätze, ihrer Entscheidungsprozesse und ihrer Regeln für die Obhut des Vermögens, die Nachfolge und die Konfliktlösung. Familienchartas dienen als Gründungsdokument für die Vermögensübertragung über mehrere Generationen, indem sie gemeinsame Erwartungen festhalten, bevor Streitigkeiten entstehen. Untersuchungen zeigen, dass Familien mit einer Verfassung ihre Kommunikation als doppelt so wirksam und ihre gemeinsame Entscheidungsfindung als 1,5-mal so wirksam einstufen wie Familien ohne eine solche (UBS & Agreus, 2025). Familienrat Ein beratendes Gremium aus Familienmitgliedern verschiedener Generationen und Zweige, das regelmässig zusammenkommt, um die gemeinsame Governance, die Anlagestrategie, die Philanthropie und die Nachfolgeplanung zu besprechen. Untersuchungen zeigen, dass regelmässige Familientreffen und regelmässige Kommunikation von den Beratungshäusern für grosse Vermögen als die wirksamste Strategie zur Planung der Vermögensübertragung angesehen werden, wobei 89 Prozent der befragten Unternehmen eine fortlaufende familiäre Kommunikationskadenz als wesentlich für eine gelungene Übertragung bezeichnen (Cerulli, 2024). Nachrückende Generation Die jüngere Kohorte von Familienmitgliedern, die Vermögen, Führungsrollen oder Entscheidungsbefugnisse erben werden. Eine frühe und bewusste Finanzbildung, eine schrittweise Einbindung in das Familienunternehmen oder in Anlageentscheide und eine abgestufte Verantwortung sind die zentralen Mechanismen, um die nachrückende Generation darauf vorzubereiten, Kapital und Familienwerte langfristig zu verwalten. Nur 23 Prozent der Mitglieder der nächsten Generation sind vollständig oder sehr gut darauf vorbereitet, ererbtes Vermögen zu verwalten (UBS & Agreus, 2025). Family Office Eine private Verwaltungsstruktur, welche die Anlagen, die Besteuerung, die Nachlassplanung, die Philanthropie und die administrativen Angelegenheiten einer einzelnen Familie (Single Family Office) oder mehrerer nicht miteinander verbundener Familien (Multi Family Office) betreut. Family Offices arbeiten mit einem langfristigen, integrierten Ansatz für Vermögen und Erbe und bieten in der Regel Steuer- und Nachlassplanung, Risikomanagement, die Wahrnehmung von Trustee-Funktionen, Anlageberatung und die Koordination der professionellen Berater. Family Offices dienen als Ankerpunkte für eine treuhänderische Obhut über lange Zeiträume. Stewardship (treuhänderische Obhut) Die verantwortungsvolle Allokation, Verwaltung und Überwachung von Kapital über einen langfristigen Horizont, die den Schutz und die Mehrung der Interessen von Kunden und Begünstigten in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht vor kurzfristige Renditen stellt. Stewardship steht für die Verpflichtung zu dauerhafter Wertschöpfung und institutioneller Kontinuität über Marktzyklen hinweg. Einen Verwalter in diesem Sinne unterscheidet vom Vermögensverwalter die Bereitschaft, Anlagen durch Abschwünge hindurch zu halten und die langfristigen Ziele der Familie über die Quartalsperformance zu stellen. Geduldiges Kapital Kapital, das über einen mehrjährigen oder mehrere Jahrzehnte umfassenden Anlagehorizont gebunden ist, wobei die Investoren bereit sind, auf unmittelbare Erträge zu verzichten, in der Erwartung einer nachhaltigen langfristigen Wertsteigerung. Zu den bedeutenden Quellen geduldigen Kapitals zählen Pensionskassen, Staatsfonds, Universitätsstiftungen und Institute des Private Banking, die Vermögen über Generationenwechsel hinweg verwalten. Geduldiges Kapital erlaubt es Beratern, der Versuchung zu widerstehen, Portfolios umzuschichten oder kurzfristigen Marktbewegungen nachzulaufen (Ivashina & Lerner, 2019). Diskretionäres Mandat Eine Vermögensverwaltungsbefugnis, die ein Kunde einem Bankier oder einem Treuhänder erteilt und die es dem Verwalter erlaubt, Kauf-, Verkaufs- und Allokationsentscheide im Namen des Kunden innerhalb vereinbarter Parameter (Risikotoleranz, Zeithorizont, Ziele) zu treffen, ohne für jede einzelne Transaktion eine vorgängige Zustimmung einholen zu müssen. Diskretionäre Mandate ermöglichen eine reaktionsfähige Portfolioverwaltung und sind in Beziehungen des Private Banking verbreitet, die auf Vertrauen und langfristiger Obhut beruhen. Holdingstruktur Eine juristische Einheit (etwa eine Holdinggesellschaft, eine Personengesellschaft oder ein Trust), welche die Vermögenswerte, Unternehmen oder Anlagen einer Familie hält und verwaltet. Holdingstrukturen sorgen für administrative Effizienz, steuerliche Optimierung, die Trennung von Haftungen und die Kontinuität der Kontrolle über Generationenwechsel hinweg und ermöglichen es, Vermögenswerte als geschlossenes Ganzes zu verwalten. Nachfolgeplan Ein dokumentiertes Rahmenwerk, das festhält, wer die Führung, die Entscheidungsbefugnis oder das wirtschaftliche Eigentum am Familienvermögen und an den Vermögenswerten übernehmen wird, einschliesslich der Zeitpläne für die Übergänge, der Entwicklungsziele für die Erben und der Governance-Mechanismen, die eine reibungslose Übergabe sicherstellen. Nachfolgepläne verbinden rechtliche Bestimmungen, die Entwicklung von Fähigkeiten und die gemeinsame Ausrichtung der Familie, um Konflikte zu verringern und die Familienwerte zu bewahren. Familien mit einem Nachfolgeplan weisen eine viermal höhere Vorbereitung der nächsten Generation auf (UBS & Agreus, 2025). Trust Eine rechtliche Gestaltung, bei welcher ein Treuhänder (Trustee) das Eigentum an Vermögenswerten zugunsten eines oder mehrerer Begünstigter hält und damit die Verwaltung und Verteilung nach den schriftlichen Anweisungen des Begründers ermöglicht. Trusts bieten Vertraulichkeit, Flexibilität, Schutz vor aufwendigen Nachlassverfahren und die Möglichkeit, dauerhafte Bedingungen an Vermögen und Erbe über Generationen hinweg zu knüpfen. Kontinuitätsaudit Eine systematische Bestandsaufnahme der Vermögensinfrastruktur einer Familie, einschliesslich der Dokumentation sämtlicher Vermögenswerte, der digitalen Aufzeichnungen, des Orts der Konten und Rechtstitel, der Nachfolgeprotokolle, der Notfallverfahren und der bezeichneten Trustees oder Treuhänder. Ein Kontinuitätsaudit hält das institutionelle Gedächtnis fest und stellt sicher, dass die nächste Generation sämtliche Vermögenswerte ohne Verzögerung und ohne Informationsverlust auffinden und verwalten kann, sollte ein zentrales Familienmitglied nicht mehr verfügbar sein. Vermögensübertragung Der Vorgang, bei dem Vermögenswerte, Entscheidungsrechte und Familienwerte von einer Generation an die nächste weitergegeben werden, mit seinen rechtlichen, steuerlichen, finanziellen und zwischenmenschlichen Dimensionen. Eine gelungene Vermögensübertragung hängt ebenso sehr von einer soliden Planung wie von einer bewussten Kommunikation ab: Untersuchungen zeigen, dass Familien mit formellen Governance-Strukturen und regelmässiger Kommunikation messbar mehr Vermögen erhalten und weniger Konflikte in der Nachfolge erleben. Nachlassplan Eine umfassende rechtliche und finanzielle Strategie, die Testamente, Trusts, steuereffiziente Strukturen, Versicherungen, Vollmachten und Begünstigtenbezeichnungen umfasst. Ein Nachlassplan soll steuerliche Verluste minimieren, die Privatsphäre schützen, sicherstellen, dass Vermögenswerte nach dem Willen des Eigentümers verteilt und verwaltet werden, und Erben wie Treuhändern Klarheit und Rechtssicherheit geben. Nur etwa jeder vierte Amerikaner verfügte 2025 über ein Testament, gegenüber jedem dritten im Jahr 2022 (Caring.com, 2025). Familien-Investmentgesellschaft Eine juristische Einheit (in der Regel eine Holdinggesellschaft oder eine Kommanditgesellschaft), über welche eine Familie Anlagen, operative Unternehmen oder Sachwerte gemeinsam hält und verwaltet. Eine Familien-Investmentgesellschaft bündelt die Entscheidungsfindung, ermöglicht eine abgestufte Verantwortung für die nächste Generation (durch die Mitverwaltung einzelner Beteiligungen) und bewahrt Kapital über mehrere Generationenwechsel hinweg innerhalb der Familienstruktur. Dynasty Trust Ein Trust, der so ausgestaltet ist, dass er Familienvermögen über mehrere Generationen hält und weitergibt, oft über die Lebenszeit der Kinder und Enkelkinder des Begründers hinaus, soweit die Regeln der jeweiligen Rechtsordnung dies zulassen. Indem er Vermögenswerte im Trust hält, statt sie direkt auszuschütten, kann ein Dynasty Trust Vermögen vor aufeinanderfolgenden Runden der Übertragungsbesteuerung und vor den Ansprüchen von Gläubigern oder sich scheidenden Ehegatten schützen und zugleich die Absichten des Begründers über einen langen Horizont bewahren. Generation-Skipping Trust (Trust mit Generationensprung) Ein Trust, der darauf ausgelegt ist, Vermögenswerte an Enkelkinder oder spätere Nachkommen zu übertragen und die dazwischenliegende Generation als direkte Empfänger zu überspringen. Die Struktur erlaubt es der mittleren Generation, zu ihren Lebzeiten vom Ertrag oder von einem begrenzten Zugriff zu profitieren, während das Kapital an die jüngeren Begünstigten übergeht. Familien nutzen Gestaltungen mit Generationensprung, um die kumulierte Steuer zu verringern, die anfällt, wenn Vermögen bei jedem aufeinanderfolgenden Generationenwechsel übertragen und besteuert wird. Familienstiftung Eine gemeinnützige Einheit, die von einer Familie errichtet und finanziert wird, um ihre Philanthropie strukturiert und dauerhaft auszurichten. Eine Familienstiftung bietet ein Gefäss, um mehrere Generationen in einem gemeinsamen Zweck zu vereinen, Förderprioritäten festzulegen und Werte gemeinsam mit Kapital weiterzugeben. Sie kann als Übungsfeld für die nachrückende Generation dienen, indem sie jüngeren Mitgliedern Governance-Verantwortung und Entscheidungserfahrung in einem klar umrissenen Rahmen mit geringerem Einsatz verschafft. Ausgelagerter Chief Investment Officer Eine Gestaltung, bei der eine Familie oder eine Institution die Konzeption, die Umsetzung und die laufende Überwachung ihres Anlageprogramms an eine externe Fachperson oder ein externes Unternehmen delegiert, das in treuhänderischer Eigenschaft handelt. Der ausgelagerte Chief Investment Officer übernimmt die Verantwortung für die Vermögensallokation, die Managerselektion und die Überwachung des Portfolios und verschafft damit Familien ohne grosses internes Anlageteam Zugang zu institutioneller Disziplin, während sie die Kontrolle über Ziele und Risikoparameter behalten. Erklärung zur Anlagepolitik Ein schriftliches Dokument, das die Ziele, die Risikotoleranz, den Zeithorizont, den Liquiditätsbedarf und die Allokationsrichtlinien festhält, die für ein Portfolio gelten. Eine Erklärung zur Anlagepolitik schafft gemeinsame Erwartungen zwischen einer Familie und ihren Beratern, bietet in Phasen von Marktstress einen Bezugspunkt für Entscheide und stützt die Kontinuität, indem sie sicherstellt, dass die Anlageabsichten personelle Wechsel und Generationenübergaben überdauern. Lombardkredit Eine Form des Kredits, die durch ein Portfolio marktgängiger Wertpapiere besichert ist, wobei die verpfändeten Vermögenswerte als Sicherheit dienen und zugleich investiert bleiben. Familien nutzen Lombardfazilitäten, um Liquidität zu beschaffen, ohne Positionen zu verkaufen, und vermeiden so die Realisierung von Kapitalgewinnen, bewahren langfristige Positionen und decken kurzfristigen Finanzierungsbedarf. Der verfügbare Kredit schwankt mit dem Wert der verpfändeten Vermögenswerte, und ein Rückgang des Sicherheitenwerts kann zusätzliche Sicherheiten erforderlich machen. Offene Architektur Ein Anlageansatz, bei dem ein Institut Zugang zu Produkten und Strategien einer breiten Palette externer Anbieter verschafft, statt Kunden auf die eigenen hauseigenen Fonds zu beschränken. Die offene Architektur soll die Empfehlungen des Beraters mit den Interessen des Kunden in Übereinstimmung bringen, indem sie das verfügbare Universum erweitert und die Interessenkonflikte verringert, die mit dem Vertrieb eigener Produkte verbunden sind, und stützt so die Auswahl von Instrumenten nach ihrer Güte. Core Holdings Die tragenden Positionen eines Portfolios, die über einen langen Horizont gehalten werden sollen und sein zentrales, dauerhaftes Engagement bilden. Core Holdings sind in der Regel diversifizierte Positionen mit geringem Umschlag, ausgewählt danach, wie gut sie zu den Zielen und zur Risikotoleranz der Familie passen, und um sie herum können taktischere oder spezialisierte Allokationen angeordnet werden. Stabile Core Holdings zu halten entspricht den Grundsätzen des geduldigen Kapitals und der langfristigen treuhänderischen Obhut. Spendthrift Trust Ein Trust mit Bestimmungen, welche die Möglichkeit eines Begünstigten einschränken, seinen Anspruch abzutreten, zu verpfänden oder zu übertragen, und die den Zugriff der Gläubiger des Begünstigten auf das Trustvermögen begrenzen. Spendthrift-Gestaltungen schützen Vermögen vor unklugem Umgang, vor Ansprüchen von aussen und vor unzulässiger Einflussnahme, während der Trustee weiterhin massvolle Ausschüttungen vornehmen kann. Familien setzen sie ein, um Kapital für jüngere oder weniger erfahrene Begünstigte zu bewahren und deren Bedürfnisse gleichwohl zu unterstützen. Begründer (Settlor) Die Person, die einen Trust errichtet, indem sie Vermögenswerte in ihn überträgt und die Bedingungen festlegt, unter denen diese Vermögenswerte gehalten und verwaltet werden. Auch als Grantor oder Gründer bezeichnet, bestimmt der Begründer die Begünstigten, die Befugnisse des Trustees und die Bedingungen für die Ausschüttungen. Sind die Vermögenswerte einmal eingebracht, geht die Kontrolle auf den Trustee über, der sie im Einklang mit den festgehaltenen Absichten des Begründers und dem massgebenden Recht zu verwalten hat. Trustee Der Treuhänder, der das rechtliche Eigentum am Trustvermögen hält und dieses zugunsten der Begünstigten nach Massgabe der Trusturkunde und des anwendbaren Rechts verwaltet. Ein Trustee schuldet Treue, Sorgfalt und Unparteilichkeit und hat im Interesse der Begünstigten und nicht im eigenen zu handeln. Die Wahl eines fähigen und unabhängigen Trustees ist für die Kontinuität zentral, da dieses Amt Generationenwechsel überdauern kann. Begünstigter Eine Person oder eine Einheit, die berechtigt ist, aus einem Trust, einem Nachlass, einer Stiftung oder einer Versicherungsgestaltung einen Vorteil zu erhalten, sei es in Form von Ertrag, von Kapital oder der Nutzung von Vermögenswerten. Begünstigte können gegenwärtige oder künftige Ansprüche halten, und ihre Berechtigungen können fest oder in das Ermessen des Trustees gestellt sein. Eine klare Bezeichnung der Begünstigten und ihrer jeweiligen Ansprüche verringert Unklarheiten, begrenzt Streit und stützt eine geordnete Vermögensübertragung. Vollmacht Ein Rechtsakt, mit dem eine Person eine andere ermächtigt, in finanziellen, rechtlichen oder administrativen Angelegenheiten in ihrem Namen zu handeln, sei es allgemein oder innerhalb festgelegter Grenzen. Eine dauerhafte Vollmacht bleibt wirksam, wenn der Vollmachtgeber seine Urteilsfähigkeit verliert, und erlaubt einer Vertrauensperson, die Angelegenheiten ohne Einschreiten eines Gerichts zu führen. In einem Rahmenwerk der Kontinuität stellen Vollmachten sicher, dass Entscheide bei Krankheit oder Urteilsunfähigkeit ohne Unterbruch getroffen werden können. Domizil Die Rechtsordnung, die eine Person als ihr dauerndes Zuhause betrachtet und in die sie zurückzukehren beabsichtigt, zu unterscheiden von Aufenthalt und Staatsangehörigkeit. Das Domizil hat erhebliche Folgen für die Besteuerung von Einkommen, Kapital und Erbschaften sowie für das Recht, das die Erbfolge in einen Nachlass regelt. Da grenzüberschreitend aufgestellte Familien Vermögenswerte und Mitglieder in mehreren Rechtsordnungen haben können, ist die Bestimmung des Domizils eine zentrale Überlegung in der Nachfolge- und Nachlassplanung.
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