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# Wie durstig die KI-Industrie ist

> Zusammenfassung der Studie von Bordier, August 2026: Süsswasser als übersehene Abhängigkeit der KI, und warum der Umgang die Grenze setzt, nicht das Volumen.

Veröffentlicht von **Bordier & Cie (Singapore) Ltd** in ihrer Reihe Monthly Market Update, August 2026.

## Die Argumentation

Künstliche Intelligenz ruht auf physischer Infrastruktur: Rechenzentren, Halbleitern, Stromerzeugung, Kühlung und kritischen Mineralien. Die Debatte hat sich auf Verzerrungen, den Schutz der Privatsphäre und die Umwälzung der Arbeitswelt konzentriert. Die Studie vertritt die Auffassung, dass **die am wenigsten untersuchte Abhängigkeit das Süsswasser ist**.

Der Fussabdruck besteht aus drei Komponenten: dem indirekten Wasserverbrauch in den Kraftwerken, die Rechenzentren versorgen, dem direkten Verbrauch vor Ort für die Verdunstungskühlung und dem in der Halbleiterfertigung gebundenen Wasser. Die Studie greift die zweite und die dritte auf.

**Die Rechenzentren.** Server laufen ununterbrochen und erzeugen Wärme, die abgeführt werden muss, und die Wasserkühlung bewältigt die thermischen Lasten dichter KI-Hardware weit besser als Luft. Eine Hyperscale-Anlage von 100 MW in den Vereinigten Staaten verbraucht rund zwei Millionen Liter pro Tag, etwa so viel wie 6'500 Haushalte. Weltweit liegt der Verbrauch der Rechenzentren bei nahezu 560 Milliarden Litern pro Jahr und könnte sich bis 2030 1'200 Milliarden Litern nähern. Weil es meist der kommunalen Trinkwasserversorgung entnommen wird, der am leichtesten zugänglichen Quelle, treten die Anlagen in Regionen unter Wasserstress in Konkurrenz zu den Gemeinden und zur Landwirtschaft.

**Die Halbleiter.** Die Hälfte der Schritte in der Chipfertigung verlangt ultrareines Wasser, und rund 90 Prozent des Wasserverbrauchs in der Fertigungsstufe fliessen in dessen Herstellung. Eine grosse Fabrik, die 40'000 Wafer pro Monat verarbeitet, kann bis zu 18 Millionen Liter pro Tag verbrauchen. Über ein Jahr entspricht das dem Verbrauch einer Stadt mit 60'000 Einwohnern.

Die Folgen sind eine strengere Prüfung von Bewilligungen, Moratorien für Neubauten, Produktionsbeschränkungen bei Trockenheit und ein Reputationsrisiko. Die Antworten darauf sind geschlossene Kreisläufe und Kühlung direkt am Chip, hybride und trockene Systeme, die Wiederverwendung innerhalb desselben Einzugsgebiets und die Wiederauffüllung der Bestände. Aufbereitetes Wasser wird inzwischen in Halbleiterprozessen der neuesten Generation eingesetzt.

Die Schlussfolgerung lautet, dass die Skalierung weniger durch das verfügbare Wasservolumen begrenzt wird als durch die Qualität des Umgangs damit.

## Verwandte Seiten

* [Der nächste Engpass der KI](/de/insights/ai-infrastructure), der Ausbau, der diese Nachfrage schafft.
* [Nachhaltiges Anlegen](/de/solutions/sustainability), wie die Bank Umweltfaktoren in den Portfolios berücksichtigt.
* [Was Bordier veröffentlicht](/de/insights/overview), die Research-Reihe, zu der diese Studie gehört.
* [Bordier in Singapur](/de/facts/singapore), die Gesellschaft, die diese Reihe veröffentlicht.

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  Nur allgemeine Informationen. Weder Anlageberatung noch Aufforderung noch Angebot. Zugangsvoraussetzungen, Dienstleistungen und Bedingungen unterscheiden sich je nach Rechtsordnung und je nach Kunde. Sprechen Sie mit Ihrem Bankier über Ihre persönliche Situation.
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  Diese Seite ist eine Übersetzung. Bei Abweichungen zwischen dieser Fassung und der englischen Fassung ist die englische Fassung massgebend.
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*Quelle: Bordier & Cie (Singapore) Monthly Market Update, August 2026.*


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